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Was ist Floatglas und wie ist das Verfahren zur Herstellung?

Floatglas – das am häufigsten verwendete Glas im deutschen Bauwesen

Jedes Glas in Form von Scheiben wird als Flachglas bezeichnet. Eines der gängigsten Herstellungsverfahren für Flachglas ist das Floatglasverfahren. Floatglas ist in unserer heutigen Zeit das am häufigsten verwendete Bauglas. Es ist in allen Einsatzbereichen anzutreffen und findet u.a. Verwendung in Fenstern, Spiegeln und Fassadenverglasungen. Floatglas kann beispielsweise auch zu Verbundsicherheitsglas weiterverarbeitet werden. Egal, ob für Schall- und Brandschutzglas oder für Fenster mit guten wärmedämmenden Eigenschaften – Floatglas gilt als Basis für viele Arten an Verglasungen.

Die Herstellung von Floatglas

Die wichtigsten Grundstoffe von Floatglas bilden Quarzsand, Soda und Dolomit. Diese werden mit weiteren Rohstoffen gemischt und im Schmelzofen bei einer Temperatur von etwa 1500 °C geschmolzen. Das Herstellungsverfahren von Floatglas basiert auf einem dauerhaften Prozess, bei dem die geschmolzene Glasmasse fortlaufend auf ein Bad aus flüssigem Zinn fließt (float = fließen). Durch ihr geringes Gewicht vermischt sich die flüssige Glasmasse nicht mit dem Zinn.

Das flüssige Glas verteilt sich bei 1100 °C wie ein Ölfilm gleichmäßig auf der Oberfläche des Flüssigmetalls bis es die sogenannte Gleichgewichtsdicke von etwa 7 mm erreicht hat. Die Oberflächenspannung der flüssigen Glasmasse und des Zinns sorgen für eine spiegelglatte Oberfläche ohne Blasen. Am kühleren Ende des Zinnbades wird das noch etwa 600 °C warme Glas fortwährend herausgezogen und in einem Kühlofen verspannungsfrei heruntergekühlt. Daraufhin wird das fertige Floatglas, nach einer optischen Qualitätskontrolle und je nach Verwendung, zugeschnitten.