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Glossar

Glasbau

Bei Alarmglas handelt es sich um eine Form von Sicherheitsglas, das bei Beschädigung einen Alarm auslöst. Auf beziehungsweise im Glas befindet sich eine elektrische Leiterschleife. Wird das Glas beschädigt, wird auch das Leiternetz zerstört. Sobald der Stromkreis unterbrochen ist, reagiert eine angeschlossene Alarmanlage. Scheiben aus Alarmglas haben eine Mindestabmessung von 200 x 300 Millimetern und eine Maximalabmessung von 3210 x 8000 Millimetern.

Dekorglas ist eine Form des Flachglases, das mithilfe des Walzverfahrens hergestellt wird und mit unterschiedlichen Farben, Strukturen und Motiven erhältlich ist. Beim Verfahren wird das Glas eingeschmolzen und anschließend mit einer strukturierten Walzmaschine auf die gewünschte Stärke gewalzt. Aufgrund dieses Herstellungsprozesses weist Dekorglas eine Struktur beziehungsweise ein Muster auf. Zudem ist es nie vollständig transparent. Welchen Sichtschutzfaktor Dekorglas aufweist, hängt von der Dichte des Musters ab. Dekorglas findet hauptsächlich im Innenbereich Anwendung.

Drahtglas ist ein Flachglas, das im Walzverfahren hergestellt wird. Beim Herstellungsprozess wird eine Einlage aus Stahldraht in die heiße Glasschmelze eingelassen. Kommt es zum Bruch des Glases, bindet die Drahteinlage die Glassplitter. Dadurch wird das Risiko herabfallender Glasscherben gesenkt. Sicherheitsglas ist Drahtglas dennoch nicht, da die eingesetzten Drähte im Falle eines Glasbruchs gefährliche Verletzungen hervorrufen können und nicht vor Einbrüchen schützen. Unterdessen findet Drahtglas vor allem bei der Verglasung von Türvordächern, Balkondächern und Wintergärten Anwendung. Einst wurde Drahtglas häufig auch als Verglasung von Türöffnungen sowie im Möbel- und Innenausbau genutzt, wobei heute hierfür eher Verbundsicherheitsglas zum Einsatz kommt.

Einscheibensicherheitsglas besteht aus einer Scheibe, die eine erhöhte Stoßfestigkeit aufweist. Grund für diese besondere Stabilität ist das Herstellungsverfahren, bei dem das Glas erst erhitzt und anschließend sofort abgekühlt wird. Durch dieses Verfahren kühlt der Kern des Glases langsamer ab als die Oberfläche. Folglich entsteht im Inneren des Glases eine Zugspannung, während es in der Glasoberfläche zu einer Druckspannung kommt. Einscheibensicherheitsglas verfügt dadurch nicht nur über eine hohe Schlagfestigkeit, sondern hält auch großen Temperaturunterschieden stand. Kommt es unter hoher Belastung zum Bruch des Glases, zerfällt es in sehr kleine Scherben. Aufgrund dieser Eigenschaft wird es unter anderem für Seitenscheiben in Autos genutzt, da die Verletzungsgefahr wesentlich geringer ist.

Entspiegeltes Glas, das auch als Antireflexglas bekannt ist, verfügt über eine einprozentige Lichtreflexion. Im Vergleich dazu weisen andere Glasarten eine Lichtreflexion von ungefähr acht Prozent auf. In einem chemischen Beschichtungsverfahren wird die Glasoberfläche matt, sodass das darauf fallende Licht zerstreut wird. Dadurch wird die Reflexion reduziert und das Glas entspiegelt. Antireflexglas wird beispielsweise für Bilderrahmen in Wohnräumen oder öffentlichen Gebäuden wie Museen genutzt.

Floatglas ist das am häufigsten genutzte Glas in der Baubranche. Das Flachgas dient als Grundlage für zahlreiche Verglasungsarten und kommt sowohl beim Fensterbau als auch für Spiegel und Autoscheiben zum Einsatz. Floatglas entsteht in einem speziellen Herstellungsprozess, bei dem das geschmolzene Glas kontinuierlich auf flüssiges Zinn fließt. Daher rührt auch der Name, da das englische ‘float’ sich mit ‘fließen’ übersetzen lässt. Das Glas verteilt sich auf der Oberfläche des Zinns, ohne sich mit diesem zu vermischen. Die entstandene Oberflächenspannung sorgt für eine blasenfreie, glatte Oberfläche

Getöntes Glas ist in unterschiedlichen Farben und Tönungen erhältlich. Während des Herstellungsprozesses werden dem Glas chemische Elemente beigefügt, die für die Tönung verantwortlich sind. Es wird unter anderem als Sonnenschutz eingesetzt, da es den Lichteinfall filtert und die Blendung minimiert, ohne die Räumlichkeiten vollständig abzudunkeln. Auch zur Überdachung von Wintergärten sowie im Möbel- und Innenausbau ist getöntes Glas ein beliebter Werkstoff.

Glas ist ein Feststoff, der in vielen Bereichen genutzt wird. Er wird durch einen Schmelzvorgang hergestellt und ist durch den Einfluss hoher Temperaturen leicht formbar. Glas zeichnet sich durch eine hohe Temperaturbeständigkeit, Geruchsneutralität, Recyclebarkeit sowie elektrische Leitunfähigkeit aus. Im Gegenzug ist es jedoch sehr schlagempfindlich und zerbrechlich. Mithilfe unterschiedlicher Verfahren wird Glas so bearbeitet, dass es unter Umständen auch besonderen Umwelteinwirkungen standhält. Es wird im Hausbau verwendet, für die Verpackung von Lebensmitteln, als Geschirr, für Brillen, Perlen oder beim Datentransfer.

Mehrscheibenisolierglas wird auch als Isolierverglasung oder Wärmedämmverglasung bezeichnet. Der Einsatz von Mehrscheibenisolierglas dient, aufgrund der wärmedämmenden Wirkung, maßgeblich der Reduktion von Heizenergie in Gebäuden. Es wird aus zwei oder mehr Glasscheiben zusammengesetzt. Zwischen den Scheiben befindet sich jeweils ein verschlossener Hohlraum, der den dämmenden Effekt erzielt. Dieser Hohlraum, auch Scheibenzwischenraum genannt, wird meist mit Edelgasen befüllt, um eine höhere Wärmedämmung zu erzielen. Um einem Treibhausgaseffekt entgegenzuwirken, kommen mehrere Scheiben sowie aufgedampfte Metallschichten auf den Scheiben zum Einsatz. 

Opakes Weißglas ist der Fachausdruck für Milchglas oder auch Trübglas. Milchglas zeichnet sich dadurch aus, dass es undurchsichtig ist, aber dennoch Licht durchlässt. Die Herstellung erfolgt entweder durch die Beimengung trübender Stoffe vor dem Schmelzen oder durch die Aufrauhung der Oberfläche. Milchglas wird in der Regel überall da eingesetzt, wo ein Sichtschutz erforderlich, aber eine Abdunklung nicht erwünscht ist. Im Privatbereich betrifft das zum Beispiel Badezimmerfenster, Duschtüren oder Schrankelemente. Im geschäftlichen Bereich wird Milchglas unter anderem in Arztpraxen angewendet. 

Satiniertes Glas ist behandeltes Klarglas, das lichtdurchlässig, aber undurchsichtig ist. Es entsteht hauptsächlich durch die Behandlung mit Flusssäure, den Siebdruck oder die Sandstrahltechnik. Bei letzterem Verfahren wird das Klarglas so lange behandelt, bis es leicht aufgeraut und trüb ist. Verwendet wird satiniertes Glas vor allem im Innenbereich, zum Beispiel als Tischplatte, Duschwand, für Lampenschirme oder Einlegeböden.

Auf selbstreinigendem Glas setzen sich Verschmutzungen weniger fest ab als auf herkömmlichem Glas. Mithilfe unterschiedlicher Beschichtungsverfahren kann dieser Effekt erzielt werden, der umgangssprachlich auch als Lotuseffekt bekannt ist. Besonders im modernen Fassadenbau ist selbstreinigendes Glas ein beliebter Baustoff, um den Reinigungsaufwand zu minimieren. Sobald es regnet, werden Restverschmutzungen zu einem Großteil vom abfließenden Regenwasser entfernt. Im Privatbereich findet selbstreinigendes Glas eher bei Wintergärten Anwendung, denn meist überdeckt ein Dachvorsprung die Fenster von Privathäusern, sodass der Regen das Glas nicht vollständig erreicht und der selbstreinigende Effekt ausbleibt.

Sonnenschutzglas ist eine besondere Form des Flachglases, die ein übermäßiges Eindringen von Sonneneinstrahlung vermindert. Hauptsächlich wird dadurch eine starke Erhitzung von Räumlichkeiten vermieden. Während des Herstellungsprozesses werden dem Glas Farbstoffe zugemischt, die später das Sonnenlicht reflektieren beziehungsweise absorbieren. Sonnenschutzglas wird nach diversen Merkmalen unterschieden. Typische Unterscheidungsmerkmale sind der Sonnenschutzwirkungsgrad, die Lichtdurchlässigkeit und die Selektivität. Wo das jeweilige Sonnenschutzglas Anwendung findet, hängt von dessen Einsatzbereich ab. So werden beispielsweise Dachverglasungen aus Glas mit einem sehr hohen Sonnenschutz gefertigt, wohingegen für Wohnräume eine leichtere Sonnenschutzwirkung genügt. 

Teilvorgespanntes Glas erhält seinen Namen aufgrund des Herstellungsprozesses, bei dem es einem sogenannten Vorspannprozess unterzogen wird. Vorgespanntes Glas zeichnet sich durch eine höhere Bruchfestigkeit als andere Glasformen aus. Beim Vorspannprozess wird das Glas erst erhitzt, ehe es schlagartig abgekühlt wird. Im Vergleich zur Herstellung von Einscheibensicherheitsglas erfolgt jedoch eine langsamere Abkühlung. Der Spannungsunterschied zwischen der Oberfläche und dem Inneren ist geringer. Teilvorgespanntes Glas kann im Nachgang nicht mehr geschnitten und angebohrt werden.

Verbundglas umfasst einen Verbund aus mindestens zwei Glasscheiben. Diese müssen mit einer reißfesten, klebefähigen, zähelastischen Zwischenfolie verbunden sein. Verbundglas weist erhöhte Sicherheitsmerkmale auf und wird dadurch als Schallschutzglas oder Sicherheitsglas genutzt. Welchen Verwendungszweck Verbundglas hat, hängt unter anderem von der Anzahl und Dicke der verwendeten Glasscheiben ab. Verbundsicherheitsglas ist besonders widerstandsfähig. Es bindet im Zerstörungsfall die Glassplitter, wodurch die Verletzungsgefahr sinkt, verfügt über eine hohe Schalldämmung und ist durchschlaghemmend. Die Frontscheiben von Autos sind in der Regel aus Verbundsicherheitsglas angefertigt. Eine besondere Form von Verbundsicherheitsglas, die Einschüssen und Sprengungen standhalten kann, ist Panzerglas. Dabei kommt eine Vielzahl entsprechend dicker Glasscheiben und Zwischenfolien zum Einsatz.

Verspiegeltes Glas reflektiert einen Großteil des darauf fallenden Lichts. Meist wird Glas von einer Seite verspiegelt, sodass ein Einblick nicht möglich ist. Da es Sonneneinstrahlung bis zu 85 Prozent reflektiert, dient es unter anderem als Sonnenschutz. Zudem ist es ein beliebter Schutz vor Blicken außerhalb der eigenen Räumlichkeiten. Des Weiteren dient verspiegeltes Glas als modernes Gestaltungselement von Außenfassaden und als sogenannter Polizeispiegel bei Anhörungen. Sobald jedoch der Lichteinfall auf der verspiegelten Seite geringer ist, zum Beispiel weil es draußen dunkel und im Raum hell ist, funktioniert der spiegelnde Effekt nicht mehr.

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